Tauchen/Plongée im Welschland

>>Tauchen/Plongée im Welschland

Tauchen/Plongée im Welschland

TCAarbergLogo2Pflichtbewusst und von schlechten Erfahrungen geprägt, hatten wir noch am Freitagabend genaue Pläne und Detailbeschreibungen angefertigt. Vielleicht von einer inneren Vorahnung getrieben!!??

Um 10.00 Uhr trafen wir uns, 10 Taucher und 7 Kinder im Grünfeld. Felix liess uns alle wissen, dass er dieses Mal ein GPS-System eingebaut hätte (sprich, er hat Regula mitgenommen). Die angefertigen Pläne wurden den Autofahrern verteilt und los gings. Erster Treffpunkt Autobahnraststätte Deitingen. Da die A1 wiedereinmal nur so vor Baustellen strotzte, ergab sich kein Kaffeehalt. Wir fuhren weiter. Von Kilchberg an standen wir im extrem zähfliessenden Stau. Sofort wurde der Tauchclub Aarberg angerufen und unsere Verspätung mitgeteilt. Danke dem Natel. Es kann ja niemand etwas dafür, dass man Felix seines geklaut hatte.

Nach der Ausfahrt Schönbühl bemerkten wir, dass Felix fehlte. Ja, wo war er denn nur abgeblieben? Eigentlich sollte es ja keinen Sonntagsausflug über Land geben!! Mit einem sooooooo genauen Plan, konnte auch er nicht falsch fahren, also fuhren wir weiter.

Mit einer Stunde Verspätung trafen wir bei der BKW in Kallnach ein. Kaum ausgestiegen, konnten wir schon Platz nehmen und uns ein feines Mittagessen einverleiben. Urs konnte nicht essen, es war ihm halb elend, dass Felix immer noch nicht da war. Armin fuhr ihm entgegen. Ich fuhr nach einer Weile Richtung Bahnhof Kallnach zurück und hinauf ins Dorf. Da kam mir Felix aus einer Einfahrt entgegen. Er liess die Scheibe herunter, hochrot im Gesicht, kochend vor Wut, wollte er wissen, wo es hinging. Kaum geantwortet, fuhr er mit ca. 180 KmH Richtung Bahnhof davon. Urs fiel ein Stein vom Herzen, als Felix vorfuhr. Auf alle Fälle ass er gleich eineinhalb Poulets mit Kartoffelsalat.

TaucheAmSeeNachdem wir die schönen, jedes mit Mückenstecker ausgerüsteten, Zimmer bezogen hatten, trafen noch mehr Mitglieder des Tauchclub Aarberg ein. Schnell schloss man Bekanntschaft. Es ging los Richtung Neuenburg. Felix heftete sich mit seinem Auto beinahe Stossstange an Stossstange an ein anderes Auto eines Mitgliedes des Tauchclub Aarberg. Unser Ziel hiess Boudry-Plage. Dort angekommen wurde uns der Tauchplatz fachmännisch erklärt und es wurde jeder TCJR.Gruppe ein Mitglied des TC Aarberg zugeteilt. Wir wurden an den 3m Check beim Abtauchen erinnert. Ja was ist denn das? Man sah die langen, fragenden Gesichter der TCJR-Mitglieder. Es wurde getuschelt und beratschlagt, was denn das sein könnte. Es wurde schnell klar, dass der TC Aarberg keine Padi-Taucher sind sondern SUSV-Taucher. Es war ein super Tauchgang, die Sicht übertraf meine Erwartungen. Ab 20 Metern war es extrem klar. Man sah sogar Fische und nicht nur einen, nein ganze Schwärme. Ich glaube, dass alle von uns begeistert waren. Nachdem wir uns umgezogen hatten, sassen wir noch bei den letzten wärmenden Sonnenstrahlen am Ufer des Neuenburgersee, bei einem feinen Glas Wein. Endlich durften wir unsere Französischkenntnisse anwenden!!! Schliesslich hatte ich ein Wochenende im Welschland versprochen.

Essen

Schon bald mussten wir wieder aufbrechen. Zurück in Kallnach, war Markus der Metzger dabei, ein feines Buffet mit Salaten und verschiedenen Grillspezialitäten aufzubauen. Wir wuschen unsere Tauchsachen aus und hingen sie an ein Seil zum Trocknen. Bereits hiess es essen. Hm war das fein. Wir liessen es uns schmecken. Der Abend verging mit erzählen von Tauchabenteuern und keiner übertrieb, denn Armin war vor dem Fernseher, die Bayern spielten Fussball. Gill

Sonntagmorgen. Frühstück war um 08.30 Uhr. Als wir in den Aufenthaltsraum kamen, duftete es nach frischem Kaffee. Ein super Frühstücksbuffet war schon aufgebaut mit Käse, Fleisch, Joghurt, Müesli und einem riesigen Zopf. Yvonne Alle stärkten sich für den kommenden Tauchgang. Wieder fuhren wir Richtung Neuenburg. Areuse In Boudry gings hinauf in die Areuse-Schlucht. Alle Tauchgeräte wurden in einen Anhänger verladen. Dieser wurde bis zur Einstiegsstelle hinaufgefahren. Unten zogen wir uns um und machten uns auf den Weg. Der Tauchclub am Wandern. Es sah so lustig aus, Wanderer im Tauchanzug und Wanderer mit Rucksäcken. Oben angekommen, wurde uns der Tauchgang erklärt. Alle waren wir gespannt, denn man sah, dass das Wasser klar war. Es war ein leichter Tauchgang, denn an der tiefsten Stelle, war es nur etwa 7 Meter. Wir machten uns auf den Weg hinein in die Schlucht. Es wurde eng und dunkel. Wenn man nach oben sah, wusste man warum. Die Felsen waren oben beinahe zusammen. Der Tauchgang war ähnlich wie in der Verzasca, nur war das Wasser vielleicht 3 Grad wärmer, also auch kalt. Wir fanden sogar die versprochene WandernForelle und viele, viele Welse. Plötzlich ging es nicht mehr weiter und wir mussten wieder umkehren. Nach dem Ausstieg durften wir wieder unsere Tauchgeräte in den Anhänger stellen und ganz ohne Gewicht nach unten wandern.

Der TC Aarberg wurde uns immer sympatischer. Hiess es doch, dass wir noch in Colombier eine Pizza essen gingen. Ich fragte mich jetzt, ob Pizza wohl ein nationales Taucheressen ist.

Leider hiess es schon bald Abschied nehmen, weil wir doch noch einen längeren Heimweg hatten. Es war ein tolles Wochenende, wir wurden in allen Belangen verwöhnt, im Tauchen und vorallem im Essen. Wir verabredeten uns auf nächstes Jahr, wieder am Bettagwochenende. Jetzt ist es an uns, etwas Ebenbürtiges zu bieten. Was sicherlich sehr schwer sein wird, aber gemeinsam bringen auch wir etwas Tolles zustande.

Fazit des ganzen Wochenendes, ab sofort werden wir in den Zeitungen inserieren, um für das nächste Jahr gewappnet zu sein und auch einen Metzger oder Partyserviceinhaber zu unseren Mitgliedern zu zählen.

Brigitte

Von |2017-01-03T07:45:44+00:00Sonntag, 19. September 1999|Logbuch 1999|

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