Bis in der Nacht vom Mittwoch auf den Auffahrts-Donnerstag regnete es bereits seit einigen Tagen in Strömen. Der Wetterbericht verspach jedoch auf den Donnerstag wunderbares Sommerwetter!!!
Und siehe da, am Morgen lugte die Sonne hervor und wärmte bereits mit ihren warmen Strahlen. Einfach nirgends in den Schatten stehen, hiess das Moto; denn im Schatten war es eisig kalt.
Unser Ziel ist der alte Hafen beim Schifffahrtsamt in Kreuzlingen – Seepark. Kurz vor unserem Ziel hatten jedoch die fleissigen Strassenbauer kurzerhand eine Baustelle am Tag davor eröffnet. Hoffentlich finden auch alle den Hafen mit diesem Umweg – ist dies doch im Tauchclub nicht immer selbstverständlich. Kein Problem; nach einiger Zeit fanden sich auch die Vermissten Cornel und Susanne mit Klein Remo am Ziel ein.
Zuerst ein Kaffee im Restaurant um den Tauchgang zu besprechen. Einteilen der Taucher – dass auch ja niemand übrig bleibt!
Also ab ins kühle Nass, die Boje über der Tauchglocke anpeilen und nach dem OK abtauchen. Nach zwei Meter sind wir jedoch schon auf Grund gestossen und diese Tiefe bleibt uns noch lange … lange … lange erhalten.
Eine leichte Strömung treibt uns etwas nach links ab. Röbi findet unterwegs eine Tauchbrille für Antoinette. Langsam geht es nun doch ein wenig mehr in die Tiefe. Auf einmal stoppt Peter. Er findet unter Wasser einen einsamen „Taucher“ mit Schnorchel, Brille und Jacket. Hier mussten wir doch nun wirklich zweimal hinschauen, ob wir bereits wach sind oder nicht. Viele lange Holzstangen stecken um den Taucher im Wasser. Nun halten wir nach rechts in Richtung Tauchglocke. Auf einmal wird es dunkel über uns. Wir haben die riesige Tauchglocke gefunden. Sogar eine Leiter liegt davor auf dem Boden. Betreten resp. Beschwimmen verboten, da es hier leider vor einigen Jahren einen tödlichen Unfall gegeben hat. Diese Glocke befindet sich ca. 400 m Seeeinwärts auf einer Tiefe von 12-14m. Von hier aus sollte eine Leine zu einem Holzschiff-Wrack weiterführen. Aber irgend jemand musste diese bereits als Souvenir mit nach Hause genommen haben. Beim neugierigen Weitersuchen fanden wir noch ein gesunkenes Motorboot, dass einige Fische beherbergte. Auf dem Heimweg in Richtung Ufer kam uns wiederum die tückische Strömung in die Quere. Peter trat kurz in die Flossen und war weg. Verbissen kämpften wir gegen die Strömung an und kamen völlig ausser Atem, von vielen kleinen Fischschwärmen begleitet wieder ans Ufer. Und Peter war trotz Umweg fast zur gleichen Zeit wie der „langsamere“ Rest der Gruppe am Ausstieg. Brigitte und Urs berichteten von der Glocke und einer Plattform. Antoniette und Cornel haben jedoch kurz vor der Tauchglocke umgedreht.
Danach gabs im Restaurant eine willkommene Stärkung. Und wir konnten die Sonne am See nach den langen Regentagen noch so richtig geniessen.

Yvonne