Tauchwochenende Walchensee

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Tauchwochenende Walchensee

14. – 16. September 2001

Eine Gruppe von 12 unerschrockenen Weissbiertauchern/innen machten sich auf die Reise ins Land der Lederhosen und Gamsbärte.

Unsere Gruppe (Urs, Migi, Ralf und ich) konnten erst um 17.30 Uhr die Reise zum Walchensee antreten. Die erste Gruppe machte es sich bereits am Stammtisch gemütlich, als wir immer noch irgendwo zwischen dem Arlbergtunnel und Innsbruck unsere Kilometer abspulten.

Als wir im Hotel ankamen wurden wir sehr herzlich von allen begrüsst und die Party konnte beginnen. Unsere Frauen hatten natürlich alles im Griff und die GEBURTSTAGS-PARTY von Migi konnte steigen. Sogar an eine, ach was zwei, Geburtstagstorten haben sie gedacht. Nach der zweiten, dritten … Flasche „Schampus“ stieg die Stimmung und natürlich auch der Lärmpegel in unserem Zimmer. So bekamen wir immer mehr anonyme Telefonanrufe, die unsere Party störten. So richtig lästig diese Störungen, wenn du mitten in einer wichtigen Lachrunde bist ! Irgendwann sind dann aber doch alle in ihre eigenen Zimmer gekrochen und legten sich zur „RUHE, ich sagte RUUUHEEEE“ !

Zum Glück kamen Migi und ich am nächsten Tag erst später zum Frühstück und so musste ein anderer die Standpauke der Wirtin über sich ergehen lassen. Trick Nr. 1 sei nie als Erster am Frühstückstisch.

Als alle sich auf dem Parkplatz versammelt hatten, verstauten wir unser Gerödel und verschoben uns zum Tauchplatz.
Unser erster Tauchgang machten wir an der Galerie. Bei diesem TG handelt es sich um eine Steilwand die sich 200 Meter senkrecht in die Tiefe erstreckt. Nach dem alle einen Tauchpartner hatten, konnte das Unternehmen „bis zum Grund“ beginnen. Der Walchensee überzeugte wie gewohnt mit Sichtweiten um die 15 Meter und einer gigantischen Steilwand. (Anmerkung der Redaktion: Ob wohl das Weissbier so sichtig machte???)

Wir teilten den Tauchplatz mit irgend welchen Spinnern, die um die 100 (hundert) Meter rumtümpelten. Als Migi und ich uns umgezogen hatten, glaubte einer, er müsse uns von seinem SUPER Tauchgang erzählen, und dass er auf 92 Meter einen NSU gesehen hätte. Unser spontane Antwort: „Haben wir beim AUFSTIEG auch gesehen, war aber nicht so interessant“.
Diskussion beendet, mit hochrotem Kopf in den BMW mit bayrischem Kennzeichen einsteigen und dabei die Türe zuknallen, dass sie fast aus den Scharnieren fiel. Sind noch Fragen ?

Nachdem wir uns in Ensiedel gestärkt hatten, konnte unternehmen „Sprengstoff“ anlaufen. Unser zweiter TG machten wir bei der Pioniertafel am anderen Ende des Sees. Das hiess, alle Gerödel auf die mitgebrachten Wägeli laden und sich warmlaufen. Bei diesem sagenumwobenen Tauchplatz sind im 2 Weltkrieg tonnenweise Munition und kistenweise falsche Pfundnoten versenkt worden. Leider konnten keine Kriegsgegenstände, wie vor 8 Jahren, als wir schon mal hier tauchten, geborgen werden. Der TG als solches war aber nicht weniger interessant, konnten doch bei sehr klarem Wasser (Redaktion: Weissbier) sehr viele Fische beobachtet werden. Etwas weiter links konnte man sich durch unzählige Bäume schlängeln, die wahrscheinlich letzten Winter mit einer Lawine in den See gestürzt waren.

Wieder in unserem Hotel angekommen, machten wir es uns erst einmal gemütlich. Die weiblichen Kampftaucher gingen in die Sauna, die Kampftrinker an den Stammtisch. Als sich alle um den Stammtisch gezwängt hatten, entschlossen wir unser Hotel zu verlassen um in Einsiedel zu dinieren.

„Schiss Spunte“!! Sehr unfreundlich wurde uns klar gemacht, dass die Küche um 20.00 Uhr geschlossen sei und was wir eigentlich um diese Zeit noch wollten. Wohlverstanden wir waren 12 hungrige Taucher die 10 Minuten nach 20.00 Uhr im Restaurant eingetroffen waren. Wir entschlossen uns ins Hotel Post (in Urfeld) zu gehen, um unseren Hunger zu stillen.

Denkste, „wegen Zu geschlossen“. Langsam lagen die Nerven blank und einige Sticheleien machten die Runde. So machten wir uns auf den Weg ins Hotel Post im Dorf Walchensee. Hurra Offen ! Unsere schüchterne Frage: „Gibt es denn auch etwas zu Essen“ ?

So kamen wir doch noch zu unseren „Schweinshaxen“. Eine sehr nette Bedienung machte vieles wieder gut und so kam allmählich wieder Stimmung auf. Es kümmerte sie nicht einmal gross, als Migi plötzlich den LAMPENSCHIRM auf dem Kopf trug und gemütlich am Rotwein nippte.

Als wir wieder in unserem Hotel angekommen waren, trennten sich die Wege der einzelnen Kampftrinker. Was dann alles geschehen, oder nicht geschehen ist entzieht sich meinen Kenntnissen. Ich kann nur bestätigen das morgens um 5 die Welt noch in Ordnung war und immer noch lautes Frauengelächter durch die Hallen des Schwaigerhof hallte. Nähere Infos unter : röbimigiralfbigiantoinetteyvonne@bluewin.ch

Am Sonntagmorgen oder war es jetzt schon Mittag, mochte keiner mehr so richtig Tauchen und wir beschlossen den Rückzug anzutreten.

Wieder haben wir ein unvergessliches Wochenende hinter uns gebracht. Es braucht jetzt (wie das letzte mal) wieder acht Jahre, bis SIE uns vergessen haben und wir wieder an den Walchensee können/dürfen.

Felix

Von |2017-01-04T08:16:48+00:00Sonntag, 16. September 2001|Logbuch 2001|

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