13. November 2004

Biberstein (nicht Hallwilersee, wie Brigitte immer gemeint hat), Käpt’n Jo, Essen mit den Händen und Poulet-Knochen durch die Gegend werfen – das sind so in etwa die Informationen, von denen jeder oder jede schon mal von irgendwem gehört hat. Doch was ist der Piratenfrass wirklich? Ist es so schaurig wie es tönt? 18 Tauchclübler enterten die Aarfähre in Biberstein und gingen der Sache auf den Grund….

Treffpunkt war 17:30 Uhr im Grünfeld. Da mittlerweile frostige Temperaturen herrschten, getrauten sich doch alle noch schnell für einen Tee, Kaffe oder was auch immer ins Resti. Das Personal und die anderen Gäste schauten wohl nicht schlecht, als sich unter den Jacken und Mänteln plötzlich Piratenkostüme hervorschälten. Und typisch Piraten: Sofort wurden alle erdenklichen Waffen gezogen und über deren Vorzüge und Verwendungszwecke gefachsimpelt… Nachdem jeder die Kohle für den Eintritt abgeliefert hatte, bestiegen wir bis an die Zähne bewaffnet den Bus vom SC Kaltbrunn und machten uns auf den Weg Richtung Aarau. An dieser Stelle gebührt Pirat Dani und Pirat Urs ein Dank. Die beiden haben sich „geopfert“ alle Tauchclübler sicher ins Vergnügen und auch wieder zurück zu bringen.

Nach rund 5/4-stündiger Fahrt trafen wir in Biberstein ein, wo wir dann auch auf andere Piraten-Banden stiessen. Und wieder das übliche Ritual: Sofort zu den Waffen greifen… Nachdem die Eintrittsformalitäten erledigt waren, durften wir endlich das Piratenschiff entern. Via Oberdeck („normales“ Restaurant) gelangten wir in den düsteren Bauch des Schiffes. Allerlei Piratengesindel tummelte sich hier bereits in den Gängen und an den Tischen. Nachdem dann alle ihren Platz gefunden hatten, gings los. Käpt’n Jo, der durch den Abend begleitete, betrat die Bühne und erklärte die Spielregeln in Form von 10 Geboten. Wer diese nicht einhielt, resp. einen Fehler machte, den durfte man beim Käpt’n Hook verpeiffen. Der fehlbare Pirat wurde dann im Verlaufe des Abends für sein Vergehen bestraft. Natürlich – wie könnte es auch anders sein – wurde als erstes unsere Yvonne bestraft. Sie hatte nämlich……..ja was hat sie eigentlich gemacht? Eigentlich nichts, aber egal, dafür wurde sie bestraft! Zusammen mit 2 anderen „Leidensgenossinnen“ war es ihre Aufgabe mittels Luftpumpe unter dem Hintern ein Kondom zum platzen zu bringen. Natürlich – wie könnte es auch anders sein – unsere Yvonne gewann den Wettbewerb! Bravo! Als Preis gab’s ein Gutschein für einen weiteren Piratenfrass…. Überhaupt war der Tauchclub mal wieder der Abräumer! So gewann Peter eine Flasche „Schampus“ für die Richtige Antwort auf die Frage „Was heisst Kiel holen“ und Roger und Marianne gewannen ebenfalls je eine Flasche für die beste Kostümierung!

Zwischen den Attraktionen und Darbietungen wurde immer mal wieder gegessen. Sieben Gänge standen insgesamt auf dem Programm. Gegessen wurde mal mit den Händen, mal geschlürft, natürlich hatte es aber auch Besteck. Auch das Trinken kam nicht zu kurz. Die Gläser waren meistens randvoll mit Wein, Bier oder Mineral und angestossen wurde oft und immer mit einem lautem „Ahoi!“…

Die 4 Stunden Rambazamba gingen wie im Flug vorüber. Zu später Stunde machten wir uns wieder auf den Heimweg. Als wir um 02:00 Uhr im Gründfeld eintrafen, gelüstete es noch eine handvoll Piraten auf einen „Schlumi“ im „Boomi“. Als dieses kurze Zeit später auch noch zu machte, war’s endgültig Zeit vom schönen Piratenleben Abschied zu nehmen…

Martin