22. Oktober 2005

Da die Sichtweiten im Vierwaldstättersee seit längerem schlecht waren haben wir uns spontan für einen Tauchgang bei der Zollbrücke in Rheinau entschlossen.

Zum Schutz der Unterwasserlandschaft ist in Rheinau das Tauchen in Gruppen über 5 Taucher bewilligungspflichtig. Da wir nur 5 Taucher waren, konnten wir diesen Tauchgang mit gutem Gewissen durchführen. Zur grossen Enttäuschung waren bei der Ankunft beide Restaurants beim Tauchplatz ferienhalber geschlossen. Dafür durften wir ungefragt auf den Restaurant-Parkplätzen parkieren und mussten nicht das ganze Gerödel vom weiter entfernten offiziellen Parkplatz bis zum Einstieg schleppen.

Eine erste Besichtigung der Einstiegsstelle versprach einen schönen Tauchgang mit wenig Strömung und guter Sicht, was sich schon bald als richtig herausstellte. Eine grosse Infotafel beim Einstieg orientierte uns über mögliche Fischbegegnungen. Schon kurz nach dem Einstieg begegneten wir einigen grösseren Fischschwärmen, aber ob die wirklich so aussahen wie auf der Tafel, konnte nicht mehr mit Sicherheit bestätigt werden. Dafür konnte ein Aal gesichtet und eindeutig als solcher bestimmt werden, obwohl diese laut Beschreibung auf besagter Tafel üblicherweise Nacht-aktiv sind. Der Grund für das unübliche Verhalten konnte aber beim näheren Hinsehen schnell einmal festgestellt werden, da der sonderbare Aal an einigen Stellen schon markante Verwesungsspuren zeigte und nur noch durch die leichte Strömung des Rheins bewegt wurde.

Nach einem kurzen Regenschauer während des Tauchgangs lockerte sich die Wolkendecke schnell wieder auf, so dass wir beim Aussteigen bereits wieder die wärmenden Sonnenstrahlen geniessen konnten. Das einladende Wetter bewog uns, einen kleinen Umweg zum nahe gelegenen Rheinfall zu machen. Kaum angekommen wurden, aufgrund dringender Bedürfnisse, alle WC’s in Beschlag genommen.

Dann die grosse Frage: sollen wir uns touristenmässig für wenige Franken am Imbissstand verpflegen oder im Schloss Laufen gemütlich ein gepflegtes Mittagessen geniessen. Wir entschieden uns schlussendlich, standesgemäss im Schloss Laufen Einkehr zu halten. Nach dem Essen konnten wir uns nicht mehr aufraffen, den kurzen Weg zum Rheinfall hinunter zu gehen und fuhren deshalb direkt nach Hause.

Der Wasserfall wird sicher in ein paar Jahren immer noch da sein.

Peter